0200 3fff 0200 C ... Beschr. EDAS T1 
Editor-Beschreibung             
Bestandteile: Editor/Assembler                
              Reassembler            
	      Binder            
	      
Es erfolgt eine Speicherung von Maschinencode (MC) und Markenta-
belle. Die Eingabe der Befehle erfolgt zeilenweise;Syntaxfehler
werden sofort erkannt. Es gibt 3 Betriebsarten mit spezifischen  
Kommandos: Anzeigemodus 
           Quellcode-Eingabe-Mod
           RAM-Modus            
	   
Aufruf des Editors:              
 J 2C03 NEUSTART                 
 J 2C00 RESTART zur Weiterbearbeitung vorhandener MC und MTB  (Markentabelle)                 Ausschrift:  EDIT MTB#1C20      
Die Vorzugsadresse der MTB kann ueberschrieben werden, wenn diese auf anderem 
RAM-Bereich liegen  soll. Vor MTB werden noch 20H Byte Arbeitsspeicher benoetigt.
Das 1.Byte der MTB muss 00 sein. Bei Start auf 2C03H ist das in  der angegebenen 
MTB der Fall.   

Nach der Betaetigung von ENTER  befindet sich der Editor im Anzeigemodus. Von hier aus sind
alle Modi erreichbar. Mit dem Kommando "G#adr" kann man die  gewuenschte Programmstelle
 (Adr)anwaehlen. Zur Bestaetigung von Kommandos dient immer die ENTER-Taste, 
zur Ablehnung dient in der Regel die OFF-Taste.       

Folgende Tasten erhielten fuer  den Editor zusaetzliche Funktionen:  
  @     =  OFF
  S4-S  = Kursor nach oben        
  S4-R  = Kursor nach unten       
  S4-J  = Kursor an Bildanfang    
  S4-O  = Kursor an Zeilenanfang  
  S4-V  = Tabulator               
  S4-W  = Zeichen loeschen        
  S4-N  = Zeile loeschen          
  S4-T  = BS loeschen

Uebergaenge zwischen den Modi:  

________________________________
|Anzeigemodus(OFF->>Betr.-Syst)|
________________________________ 
 |"R"    ^       |"Q"       ^    
 |Enter  |OFF    |          |OFF 
 V       |       V          |   
| RAM-Mod. |    | Eingabe-Mod.|   

Das Ende der MTB ist immer 0. Werden bei der Eingabe Marken vereinbart, wird MTB automatisch gefuellt
(127 Marken sind moeglich). Ein Ueberlaufen der MTB  (in den Bereich des Editors zB.) wird nicht verhindert. 
Der Bediener kann sich aber jederzeitim RAM-Modus ueber die Ausdehnung der MTB (belegter RAM-Bereich) informieren. 
Ausserdem kann mit dem Kommando "P" im An-zeigemodus der Editor auf Vollstaendigkeit und Fehlerfreiheit
getestet werden. Erfolgt nach dem Kdo "P" der Sprung ins Betriebssystem, ist der Editor zerstoert
(zB. auch im Ergebnis eines fehlerhaften Anwendertestlaufes) 
und muss wieder vom Bandgeladen werden.

Verlassen des Editors:       
    
 Der Editor wird durch Betaetigung der OFF-Taste in das Betriebssystem verlassen. 
Mittels Monitorkommandos werden nun die RAM-Bereiche des Maschinencodes und der MTB auf Band ausgelagert 
(Ausdehnung vorher im RAM-Modus oder mit "D" feststellen). Es ist zweckmaessig, aber nicht Bedingung, 
die MTB einschliessl. der 20H Byte Arbeitsspeicher    (also ab 1C00H) auszugeben. Nachdem Laden von MC 
und MTB sowie  Start des Editors befindet sich in diesem Fall der Editor auf  der Anzeigeadresse, von 
der aus er verlassen wurde. Das Auslagern von Programmen erfolgt vor deren Test, sonst gibt es meist Aerger! 
Ein ordnungsgemaess ausgelagertes Programm (MC+MTB) kann jederzeit wieder geladen und 
im Editor erweitert, geaendert oder korrigiert werden. Zur Lauffaehigkeit eines fertigen 
und gebundenen Progr. ist die MTB nicht erforderlich.           
Nach dem Einschalten des Z1013ist zuerst der Editor zu laden, auf 2C03H zu starten (definierte RAM-Belegung) 
und mitOFF wieder zu verlassen. Erst jetzt werden vorhandene Programme und deren  MTB geladen 
und der Editor auf 2C00H gestartet.                                            

Folgend werden die einzelnen Modi und deren Kommandos beschrieben. 

Anzeigemodus
 Hier ist es moeglich, bereits erstellte Programme zu kontrollieren, interessierende Stellen zu suchen, 
anzuwaehlen und zu korrigieren. Der Anzeigemodus ist durch folgende Bildschirmausschrift gekennzeichnet(Bsp):

EDIT 02EF      MAR 02D0         
*    LD HL,0123H                 
 MA1:ADD HL,DE                       
     INC A                               
     JRNZ MA1                        
     LD A,B                          
     POP DE                          
     RET                       

Das * steht vor der Befehlsausschrift des zur Bearbeitung anstehenden Befehls. Die oberste  Zeile 
enthaelt nach der Kennung EDIT die Adresse (hex) des zur  Bearbeitung anstehenden Befehls (Anzeigeadresse). 
Danach folgt  die Angabe der davor stehenden Globalmarke. Das ist eine Marke, die als 3. Zeichen einen 
Buchstaben enthaelt. Es folgt die   Adresse dieser Marke. Bezeichnet man Programmanfaenge oder markante 
Stellen im Programm mit   Globalmarken, so erhaelt man einen Ueberblick, in welchem Programmstueck man 
sich befindet. Danach folgt die Auflistung der Befehle. 

 Im Anzeigemodus gibt es Anzeige- und Korrekturkommandos. Die Anzeigekommandos dienen der Kontrolle 
des Programms und der Positionierung zwecks Korrektur und Eingabe. Angezeigt wird das, was der 
Reassembler an MC aus dem RAM angeboten bekommt. 

Demzufolge werden auch Daten oder  Texte (ASCII) als Befehle ausgeschrieben. Ausserdem werden die 
Informationen aus der MTB genutzt. Liegt zu einer Befehlsadresse eine Markenvereinbarung vor, so
wird die Marke mit angegeben. Gibt es bei einer Befehlsadresse einen Markenzugriff, so wird statt 
der im RAM stehenden Hexazahl die Marke ausgegeben.

Kdo's im Anzeigemodus:

Taste Zusatz Funktion %Hinweisnr
________________________________
R #adr ENTER  RAM-Anz.ab adr,Eintritt in RAM-Mod.%7
R ENTER       RAM-Anz.ab Anz.-adr Eintr. in RAM-Mod. 

G #adr ENTER  Anzeige ab adr %7
G #0 ENTER    Anzeige der mit EXT zugewiesenen Marken
G ENTER       Anzeige ab Programm ende %3

B ENTER       Binden des Progr. auf Anzeigeadr.
B #adr ENTER  Binden des Progr.so dass angezeigter Befehl auf adr laeuft

M #adr1 ENTER Verschieben d.Prog  
  #adr2 ENTER mit Marken von:               
             *adr1 bis ausschl.               
              adr2 auf Bereich                
              ab Anzeigeadr %4%5                                
M #adr ENT R *adr bis Progr.Ende       
       ENTER  auf Anz-Adr %3%4

V #adr1 ENTER Verschieben nur     
  #adr2 ENTER der Marken von:                
             *adr1 bis ausschl.               
              adr2 auf Bereich                
              ab Anzeigeadr.%5%6                                
V #adr ENTER *adr bis Progr.Ende       
       ENTER  auf Anz.Adr %3%6 

E #adr ENTER  Schaffen eines Eingabebereiches ab Anzeigeadr bis
              auschl. adr ;das folgende Progr. wird mit Marken auf adr
              verschoben %4
E ENTER       Schaffen 1 Byte Eingabebereich %4

S #adr ENTER  Streichen der Befehle ab Anz.adr bis adr %5%7
S ENTER       Str.angez.Befehl 

OFF           Verlassen des Editors

P             Pruefen des Editors %8

Q             Eintritt in Quelleingabemodus

+             Anz.Adr.increment. %2

A             Anzeige ab letzter Globalmarke

N             Naechste Seite anzeigen

Z             Vorige Seite anzeigen (zurueck)    %1

S4-R          Anzeigeadr := Adresse des naechsten Befehls

S4-S          Davorstehender Befehl  wird aktueller Befehl

Hinweise:
%1 Ein Befehlsblock benoetigt anseiner Anfangsadresse immer eine Globalmarke. Existiert im Bereich 
von 256 Bytes vor der aktuellen Befehlsadresse keine Globalmarke, so werden die Kommandos "Z" u. 
"S4-S" nicht ausgefuehrt. In diesem Fall muss man sich mit dem "G"-Kommando an den Progr.-anfang 
oder eine markante Programmstelle zurueckbewegen und eine Globalmarke eingeben.

%2 Dieses Kdo ist noetig, um zwischen Datenbloecken einen Befehlsanfang wiederfinden zu  
koennen (mit Globalmarke kennzeichnen; dann besser findbar).

%3 Programmende = Adresse, ab der mindestens 4 Mal 0FFH als Speicherinhalt steht.

%4 Verschieben ist nur in einem Speicherbereich moeglich, der zuvor mit 00H oder 0FFH geladen wurde
 (verhindert versehentliche Zerstoerung von Programmen). 
"M" geht nur in einen genuegend grossen Freibereich.            
"E" benoetigt am Progr.ende genuegend freie Speicherplaetze. Sonst werden diese Kdo's ignoriert.

%5 Bei Angabe von 2 Adressen muss Endadr>Anfangsadr sein.
Bei "S" muss die angegebene Adresse>Anzeigeadr sein. Sonst erfolgt keine Kdo-Ausfuehrung.  
Angabe der Adresse 0 bei "S" verhindert also das Streichen.
%6 Verwenden, wenn der zugehoerige MC schon auf dem Zielbereich steht und der urspr√ľngliche 
RAM nicht mehr verfuegbar ist (zB anderweitig belegt).
%7 Unter adr kann eine Hexazahl mit fuehrender Ziffer oder eine vereinbarte Marke eingegeben werden.
%8 Bei defektem Editor erfolgt ein Sprung in das Betriebssystem Er ist dann neu zu laden.

Quellcode-Eingabemodus
 Nach Eintritt in diesen Modus  kann der anstehende Befehl korrigiert oder ueberschrieben werden 
(ACHTUNG BEIM UEBERSCHREIBEN: Soll zB. ein 1Byte-Befehl durch einen 2Byte-Befehl ersetzt werden, ist vorher der noetige Freibereich [E-Kdo] zu schaffen,
sonst werden folgende Befehle zerstoert. Ebenso sind umgekehrt die Restbytes zu streichen.    
Marken duerfen nicht ueberschrieben werden, sie sind mit dem S-Kdo zu streichen und nach der Schaffung 
eines Freibereiches  neu einzugeben. Anderenfalls verschwindet die Marke zwar aus derAnzeige, aber 
nicht aus MTB. Bei dem Bindelauf passieren dann sehr schwer zu findende Fehler. Der Aufruf einer 
Marke kann hingegen bedenkenlos ueberschrieben werden zB. CALL MUL o.JR EM1 .)

Nach Betaetigen von ENTER wird uebersetzt. Liegt ein Syntaxfehler vor, wird F ausgeschrieben. 
Wird eine Marke zum 2. Mal vereinbart, erfolgt die Ausschrift M. In diesen Faellen wird korrigiert 
und erneut ENTER betaetigt  Der richtig uebersetzte Befehlwird im MC ab Anzeigeadr abgelegt. Marken 
werden in MTB eingetragen. Der uebersetzte Befehl und folgende werden reassembl. zur Kontrolle 
angezeigt. Vor dem aktuellen Befehl steht + . Nach Betaetigen von ENTER wird das   Programm ab 
der naechsten Befehlsadr angezeigt und die Eingabe des naechsten Befehles kannerfolgen. Die 
OFF-Taste fuehrt  wieder in den Anzeigemodus.

Eingabeformat:
 Das Markenfeld beginnt ab der 2.Position der Eingabezeile (Position des Kursors am Anfang). 
EineMarke muss aus 3 Zeichen bestehen! Die Trennung Markenfeld - Operationscodefeld erfolgt durch 
mindestens 1 Leerzeichen. Wird keine Marke eingegeben, genuegt die Eingabe eines Leerzeichens bis 
zum Operationscode oder das Betaetigen des Tabulators. Operationscode und Operanden duerfen 
nur durch 1 Leerzeichen getrennt werden. Kommentar ist nicht moeglich.

Befehlssatz
 Der Befehlssatz entspricht dem der Anlage 1 des Handbuches des MRB Z1013. Abweichend davon 
werden die RST-Befehle nicht mit ihrer Adresse dargestellt:
RST 00 = RST 0                  RST 08 = RST 1                  RST 10 = RST 2                 
RST 18 = RST 3                  RST 20 = RST 4                  RST 28 = RST 5                  
RST 30 = RST 6                  RST 38 = RST 7  

Zahlen koennen hexadezimal oder dezimal eingegeben werden. Sie muessen mit einer Ziffer beginnen 
(zB. 27F0H ; 0FF35H). Hexazahlen sind mit dem Zeichen H abzuschliessen, bei Dezimalzahlen erfolgt 
keine weitere Kennzeichnung. Fuer alle Zahlen koennen Marken angegeben werden, die geeignet 
vereinbart werden. Nach Angabe einer Marke kann beginnend mit der Kennzeichnung   "+" oder "-" 
ein Offset als Zahl im Bereich von +127...-128 angegeben werden (zB. CALL DIV+3). Diese Informationen 
werden in  der MTB gespeichert. Die Zuweisung des Zahlenwertes erfolgt beim Binden. 
 Das Zeichen # mit der folgenden Angabe eines Offsets kann fuer die Angabe des Zuweisungszaehlers 
geschrieben werden, wird aber sofort uebersetzt und reassembliert.
 Folgende Pseudooperationen werden verarbeitet: 

DB nn    Definiere Byte mit Wert nn
DW nnnn  Definiere Doppelbyte mit Wert nnnn
DM 'ABC' Definiere ASCII-Zeichenkette (hier:ABC)
MAR EXT nnnn
         Definiere Marke mit der externen Adr nnnn (entspr.EQU-Anweisg)

Binden
Es kann nur das erstellte Progr.als Gesamtmodul gebunden werden. Die Bindeoperation bezieht sich auf die 64K
 des U880. Alle Zahln die symbolisch mit einer Marke angegeben wurden, werden entspr. dem Markenwert in den 
MC des erstellten Programms eingetragen. Damit wird der MC lauffaehig. Beim Binden auf Anzeigeadresse 
entspr. den Marken die Adressen, auf denen sie vereinbart wurden. Beim Binden auf angegebene Adr. 
werden die Markenwerte so ver-  schoben, dass das Progr. auf der angegebenen Adr. lauffaehig ist. 
Marken, die mittels Pseudo-operation EXT vereinbart wurden, werden dabei nicht mit verschoben, sondern 
behalten ihren Wert bei. EXT-Marken sind solche, die sich auf Eintrittsadr. anderer fertiger oder noch 
zu erstellender Programme beziehen. 

Sie lassen sich im Anzeigemodus auf einen beliebigen Bereich verschieben oder koennen im Q-Modus durch 
erneute Eingabe anderen Adressen zugewiesen werden. So koennen sie entsprechend der Bindeadresse eines 
anderen Progr. positioniert werden. Ein modularer Aufbau sehr umfangreicher Gesamtprogramme ist so ohne 
weiteres moeglich.

Fehlermeldungen des Binders:    
 Nicht zugewiesene Markennamen werden mit der Adr., an der auf sie zugegriffen wird, ausgeschrieben. 
Zu grosse Distanzen bei Relativspruengen fuehren zur Ausschrift der Adr.,auf der der Relativsprung steht