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CTEST-Kondensatoren mit dem Computer messen
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Für  den  Computerbausatz Z 1013 wurde ein Zusatz  entwickelt, 
der es gestattet,  die Kapazität von Kondensatoren und anderen 
Bauelementen im Bereich ab etwa 10 pF aufwärts zu bestimmen.

1.Schaltung
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Im Bild 1 ist die zur Kapazitätsmessung erforderliche  Zusatz-
schaltung  dargestellt,  welche über das PIO-Port 0 (Userport) 
mit dem Z 1013 verbunden wird.  Wie in (1) wird ein B555D  als 
Monoflop mit der unbekannten Kapazität im zeitbestimmenden RC-
Glied  beschaltet.  Durch  die  Leitung RDY der PIO  wird  das 
Monoflop gestartet (OUT-Befehl),  es löst beim  Zurückschalten 
über  /STB  einen Interrupt aus.  So ist es möglich,  mit  dem 
Computer die unbekannte Kapazität "auszuzählen". Um über einen 
großen Kapazitätsbereich günstige Zeitkonstanten zu  erhalten, 
erfolgt eine Umschaltung des zeitbestimmenden Widerstandes mit 
Reed-Relais.  Der  zur Ansteuerung eingesetzte D492D kann auch 
durch andere geeignete Treiber (z.B.  Einzeltransistoren)  er-
setzt werden.  Der exakte Widerstand von R1-R5 ist unkritisch, 
man sollte Metallschichttypen verwenden.  Ein Siebglied in der 
5V-Leitung  des B555D empfiehlt sich bei verbrummter Spannung. 
Als Beispiel für die praktische Realisierung zeigen Bild 2 und 
3 einen Platinenentwurf,  der für das Gehäuse eines ausgedien-
ten Antennensymmetriergliedes gedacht ist.

2.Software
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Für  die Messung und Auswertung entstand  ein  maschinenunter- 
stütztes  BASIC-Programm  (Bild  4).  Die  interruptgesteuerte 
Zeitmessung erfolgt durch das Maschinenprogramm (DATA-Zeilen). 
Da diese mit einfachen ADD-Befehlen erfolgt, ist sie natürlich 
taktfrequenzabhängig  (hier 2 MHz).  Mit Hilfe des BASIC-Teils 
ist  eine  komfortable Verarbeitung und Anzeige  der  Meßwerte 
möglich, Modifikationen sind jerderzeit durchführbar. Es wurde 
eine automatische Umschaltung der Meßbereiche sowie eine Akku-
mulation über mehrere Werte zur Erhöhung der Genauigkeit  rea-
lisiert.

3.Abgleich und Modifikationen
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Da der C-Meßzusatz nur ein interruptfähiges PIO-Port benötigt, 
ist  eine Anpassung an andere Computertypen und Taktfrequenzen 
leicht  möglich.  In  Abhängigkeit  von  den  zeitbestimmenden 
Widerständen  (und der Taktfrequenz) sind  die  Proportionali-
tätsfaktoren  für  die einzelnen Meßbereiche (Zeile 430)  ein-
malig  mit Hilfe von Kondensatoren möglichst  genau  bekannter 
Kapazität zu bestimmen. In Zeile 35 kann außerdem eine Korrek-
tur  der Eigenkapazität erfolgen (ohne C soll etwa 0 pF  ange-
zeigt  werden!).  Der  vorgestellte Meßzusatz  kann  natürlich 
keine Präzisionsmeßgeräte ersetzen,  wird aber vor allem durch 
seinen  großen  Meßbereich bei der schnellen  Überprüfung  von 
Kondensatoren  unbekannter  oder zweifelhafter Kapazität  gute 
Dienste leisten.  Bei Elektrolytkondensatoren ist der  Einfluß 
des  Reststromes  zu beachten.  Dieser sollte vor der  Messung 
überprüft  werden,  denn er täuscht höhere  C-Werte  vor.  Ich 
hoffe,  mein Beitrag dient als Anregung für weitere Veröffent-
lichungen  zum  Einsatz der Kleincomputer,  speziell  auf  dem 
Gebiet der Meßtechnik.

(1) G.Holz: Kapazitätsmeßzusatz zum Vielfachmesser
    FUNKAMATEUR 35(1986), H.9, S.430
    <<EOT>>